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  • Sehenswürdigkeiten in Gorxheimertal

    1. Die Stechpalme oder Hülse (Ilex aquifolium)

    Die Stechpalme oder Hülse (Ilex aquifolium)Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist in Trösel die Stechpalme, im Volksmund "Stachellaub" oder "Stechlaub" genannt, die auf dem von Berckheimschen Gut an der Abzweigung der Apfelstraße von der Hauptstraße steht. Als einzige immergrüne Holzart unserer Wälder ist sie im atlantischen Feuchtklima Westeuropas beheimatet und macht in ihrer Verbreitung nach Osten Halt, sobald sie auf den Einfluss des Kontinentalklimas stößt, weil sie auf die Dauer mehr als - 12 Grad Celsius nicht verträgt. Die Stechpalme ist in unserem Raum im südlichen Teil des Kreises Bergstraße zwischen Weschnitz, Ulfenbach und Neckar anzutreffen, mit einem Verbreitungsschwerpunkt um den Waldskopf und den Götzenstein. Sie gehört zu den teilweise geschützten Pflanzen. Jahrelang galt der prächtige Baum am Beckerbuckel in Löhrbach als Sehenswürdigkeit, bis er im kalten Winter 1928/29 erfror. Als Ersatz wurde die Stechpalme in Trösel zum Naturdenkmal erklärt. Bisher konnte dieser gesunde, wuchtige Baum allen Frostperioden trotzen, er musste lediglich einige Spitzen opfern. Seinen Maßen nach (Höhe 13 Meter, Umfang 1,25 Meter), Alter 170 bis 180 Jahre, dürfte er einer der stattlichsten Bäume seiner Art in Deutschland sein.

     

    Die Stechpalme oder Hülse (Ilex aquifolium)   Die Stechpalme oder Hülse (Ilex aquifolium)

     

    2. Der Teufelsstein

    Ebenfalls zu den Naturdenkmälern des Kreises Bergstraße gehört der Teufelsstein, der am südwestlichen Abhang des Waldkopfes inmitten dichten Fichtenwaldes auf der ehemaligen Hube von's "Bestännersch" liegt. Der Volksmund erzählt, dass um den Felsen eine mächtige eiserne Kette gelegen habe, von deren Gliedern eine Furche zurückgeblieben sei, die ihn in zwei Hälften teile. In Wirklichkeit zeigt der Block aus Biotitgranit, Teil eines kleinen Felsenmeeres, eine typische Wollsackverwitterung. Weiter wird berichtet, dass der Teufel oben auf dem Stein seine Fußspuren hinterlassen habe. Auch hier handelt es sich um einen Verwitterungsvorgang, der einige Dellen geschaffen hat. Als Besonderheit durchzieht ein ca. 10 cm breiter, etwas hervorstehender aplitischer Gang den Block. Ein Stück unterhalb lag ebenfalls mitten im Wald auf diesem Gut ein Fischweiher, der aber leider schon vor Jahrzehnten verlandet ist.

     

    Über den Teufelsstein existiert folgende Sage:

     

    Vor vielen, vielen Jahren - so erzählt man - waren unter dem Teufelsstein, einem Felsblock auf dem "Waldskopf" bei Trösel, riesige Goldschätze vergraben worden. Schon oft hatten sich die Bauern der umliegenden Ortschaften zusammengetan, um den Schatz gemeinsam zu heben. Aber noch niemals war es ihnen gelungen. Es war nämlich eine Bedingung daran geknüpft: Keiner durfte während der Hebung des Schatzes ein Sterbenswörtchen reden. Einst zogen die Bauern hinaus und hofften, als reiche Leute heimzukommen. Mit Schaufeln, Hacken und einem Joch Ochsen, die den Steinblock herausziehen sollten, ging es lautlos an die Arbeit. Die Männer schwitzten und stöhnten, die Arbeit ging auch sichtlich vonstatten und alle verharrten in eisigem Schweigen.
    Da standen auf einmal, wie aus dem Boden gewachsen, einige alte Weiber mit wirren Haaren, schrecklich anzusehen, vor den Schatzgräbern. Diese Hexen trugen unterm Arm einen Sack und in der Hand hielten sie eine Sichel, als ob sie im Wald Futter suchen wollten. Von Zeit zu Zeit ließen sie ihr höhnisches Gelächter vernehmen und es wurde den Bauern ganz unheimlich zumute. Die Schatzgräber erkannten, dass diese keine natürlichen Wesen waren, sondern Dienerinnen des Teufels. Sei ließen sich aber in ihrer Arbeit nicht beirren und verfolgten mutig weiter ihr Werk. Die Weiber trieben es immer schlimmer. Sie spotteten und höhnten. Da, fast war der Stein am umkippen und sie glaubten sich schon im Besitz des Schatzes, da konnte einer nicht mehr an sich halten; er stieß einen grässlichen Fluch auf die Weiber aus und in demselben Augenblick sank der Felsblock in seine alte Lage zurück, alle Hoffnungen unter sich begrabend. Jetzt waren auch die Weiber verschwunden. Müde und verdrossen zogen die Männer wieder heim an ihr gewohntes Tagewerk. Das harte Leben der Odenwälder Bauern ließ sie bald die eitlen Hoffnungen vergessen.

     

    Der Teufelsstein

     

    3. Das Zigeunergrab

    Am nordwestlichen Abhang des Lohberges, der sich zum Daumberg hin fortsetzt, wird eine kleine, flache Vertiefung genau auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Baden als "Das Zigeunergrab" bezeichnet. Vor vielen Jahren sollen einmal bei Hilsenhain Zigeuner gelagert haben. In dieser Gruppe starb plötzlich ein Mann. Der unerwartete Tod gab Anlass zu allerlei seltsamen Vermutungen; so war es nicht verwunderlich, dass die Hilsenhainer ihn nicht auf ihrer Gemarkung beerdigt haben wollten und versuchten, ihn heimlich ins Hessische zu bringen. Da aber die Tröseler die Absicht der Hilsenhainer wohl erkannten, kam es zu einer Auseinandersetzung. Schließlich einigte man sich und begrub den Leichnam mitten auf der Grenze, dort, wo der Weg von Hilsenhain zum finsteren Klingen hinuntergeht. Heute, nach vielen Jahren, erinnert an jenen Vorfall lediglich die kleine flache Delle im Gelände, die man im Volk als das im Laufe der Zeit nachgesackte Grab ansieht.

     




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